Einfach schwanger werden – Fruchtbarkeitstracker sagt Eisprung vorher

Aktuell läuft in Las Vegas die CES, die Consumer Electronics Show 2017, auf der jährlich allerhand Neuheiten, Gadgets, Smart-Geräte und elektronischer Helfer für den Alltag vorgestellt werden. Im Rahmen der Show hat die Firma AVA Science einen neuartigen Fruchtbarkeitstracker vorgestellt, der Frauen mit Kinderwunsch helfen soll, einfacher schwanger zu werden.

Armband synchronisiert sich mit Smartphone-App

Das AVA Armband (Bilder), wie sich der Tracker nennt, ist dabei in erster Linie ein Armband, an dessen Unterseite sich ähnlich einer Smartwatch Sensoren befinden, die verschiedene Parameter für eine Fruchtbarkeitsphase messen, z.B. die Temperatur oder die Bioimpedanz. Das Armband wird dabei nur Nachts getragen. Die aufgezeichneten Daten werden am nächsten Morgen mit einer Smartphone-App synchronisiert. Die App wertet die Daten aus und gibt an, wann ein „Fruchtbarkeitsfenster“ wahrscheinlich ist.

Datascience, Studien und Algorithmen

Bisherige Vorhersageverfahren für das Feststellen von Fruchtbarkeitsphasen von Frauen seien laut den Entwicklern zu ungenau oder unbequem. Um dem entgegen zu wirken schreiben die Entwickler von AVA, die alle aus dem Bereich der Medizin- bzw. Sensortechnik kommen, Algorithmen, welche die erfassten Daten auswerten. Wissenschaftliche Grundlage für die korrekte Funktionsweise des Trackers ist eine Studie in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinkum Zürich, bei der innerhalb eines Jahres über 40 Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren mittels Ultraschall auf den Tag des Eisprungs hin untersucht wurden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 89% zeige das Armband die fruchtbaren Tage pro Zyklus an.

Erfolge, Nutzerzahlen und zukünfte Anwendungsgebiete

In Amerika wurden bisher 12 Frauen, die den Tracker nutzen, schwanger. Allerdings gibt es bisher keine genaue Anzahl an Gesamtnutzern. Geplant sei laut den Entwicklern auch, dass das Armband bzw. die Datenerfassung auch für Zwecke der Verhütung (z.B. beim Verfahren von NFP) eingesetzt werden könnte. Allerdings seien die Daten hierfür noch zu ungenau, sodass weitere Entwicklungsarbeit von Nöten sei.

Ab Februar 2017 ist das AVA Armband auch in Europa zu einem Preis von voraussichtlich 250 Euro erhältlich.

 

Quellen:

www.avawomen.com/de/ | www.faz.net |

Bilder:

www.avawomen.com/de/medien | www.pixabay.com |

Ein Kommentar

  1. Daylight
    7. Januar 2017

    Das wurde schon im Bastelthread diskutiert. Halte ich für Geldmacherei, da gibt es wesentlich günstigere Möglichkeiten.

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