Testbericht zum neuen Fun Factory Tiger G5

In den letzten beiden Wochen durfte ich die spaßige Aufgabe übernehmen und den Vibrator Tiger G5 von Fun Factory für Euch testen.

Trotz der Wirren des Poststreiks trudelte das Päckchen doch noch bei mir ein und wurde gleich in Augenschein genommen.

Der Tiger präsentiert sich in stylishem türkis, außerdem ist er in violett und rot/pink erhältlich. Er ist leicht gebogen geformt und mit Rillen versehen. Fun Factory gibt eine Länge von 21,7 cm und einen Durchmesser von 4 cm an. Meine eigenhändige Raubtiervermessung ergab eine effektive Nutzlänge von 14,5 cm (bis zum „Knubbel“) und einen Durchmesser von 3,5 cm.

Die Außenhülle besteht aus weichem medizinischem Silikon. Wer ältere Fun Factory Modelle kennt, ist von der neuen Flexibilität sicher positiv überrascht. Auch das haptische Erlebnis ist durchaus gut. Nicht so glatt wie viele andere Vibratoren, eher leicht angeraut. Das Material riecht zwar neu, aber nicht chemisch oder unangenehm.

Ein erster Blick in die Anleitung stiftet Verwirrung. Diese besteht nur aus Bildern und die sind nicht immer eindeutig. Außerdem ist hier angegeben, dass der Tiger nicht für anale Spiele verwendet werden sollte, wofür in der Beschreibung auf der Website von Fun Factory eindeutig geworben wird.

Vor dem Spaß steht natürlich erstmal das Aufladen des Raubkätzchens – packen wir dem Tiger also erstmal was in den Tank. Hier zeigt sich leider ein weiterer für meinen Geschmack negativer Aspekt, denn da Fun Factory nur ein USB- Aufladekabel liefert, benötigt man dazu entweder einen Rechner/Laptop (Familien mit kleineren Kindern bitte aufpassen – nicht dass Fragen aufkommen…) oder einen entsprechenden Adapter für die Steckdose. Da ich davon nur einen besitze, heißt es für mich an der Stelle also: Vibrator oder Handy :zwinker: Darüber hinaus sollte man sich einen Platz suchen, an dem der Tiger möglichst ungestört liegen kann, da sich die Magnetverbindung zwischen Kabel und Gerät leicht trennt, wenn man drankommt. Besser wäre da eine Ladestation, in die man das Gerät hineinstellen könnte. Die Akkus sind fest verbaut. Das technische Datenblatt verspricht 500 Ladezyklen Lebensdauer. Nach 8 Stunden ist der Tiger für seinen Einsatz bereit. Gleichzeitiger Druck auf die „Fun“- und „+“- Taste schaltet zuvor die Tastensperre aus (oder später natürlich auch wieder ein). Praktisch, falls man das gute Stück mit in den Urlaub nehmen und peinliche Momente vermeiden möchte. Die erste Akkuladung hielt bei mir ca. 45 Minuten. Möglich sind laut Fun Factory bis zu zwei Stunden.

Die Bedienung des Tigers ist intuitiv über 3 Tasten zu steuern: per „FUN“- Taste an und aus, per Plus und Minus lassen sich die einzelnen Modi ansteuern. Das Gerät bietet 6 verschiedene Vibrationsstärken, 5 verschieden schnelle Wellenbewegungen und den „RazzleDazzle-Modus“, in dem der Vibrator so ziemlich verrückt spielt. Und das fühlt sich definitiv nicht nur in der Hand gut an! Da sich die Vibration über den ganzen Tiger verteilt, kann man ihn durchaus auch als Auflegevibrator nutzen.

Die Lautstärke liegt im Vergleich zu anderen Geräten im Mittelfeld. Die Vibrationsstärke ist wirklich ordentlich – yeah! Für mich persönlich sind die zwei oberen Modi zu viel des Guten.

Die Struktur des Tigers bietet merkbaren Widerstand. Wer das nicht mag, sollte auf Gleitgel zurückgreifen. Eine Probe ist mitgeliefert. Der Griff liegt gut in der Hand und man kann prima den Finger in den Loop hineinhaken, um dem Gerät etwas Führung zu geben. Die Rillenstruktur ist durchaus spürbar, ebenso überträgt sich die Vibration bis zum „Knubbel“, so dass man nicht nur über die ganze Länge, sondern auch im Bereich der Klitoris noch Schwingungen merkt, wenn man ihn einführt. Die leichte Biegung sorgt dafür, dass die ganze Herrlichkeit auch dort ankommt, wo es richtig Spaß macht.

Die Reinigung klappt gut. Wasser und Seife reicht aus, aber auch einen ToyCleaner hält das Material aus. Bei den Rillen sollte man allerdings ein wenig Acht geben.

Die Verwendung in der Dusche und Badewanne soll funktionieren, ich habe es aber nicht ausprobiert.

Fun Factory ruft für den Tiger einen Preis von 89,90 Euro auf.