TV-Tipp: Impotenz- die Angst der Männer (Doku)

Potenzprobleme sind für die meisten Männer ein Tabu-Thema. In manchen Fällen sogar gegenüber des/der eigenen Partners/in. Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle, Rückzug und Depressionen können die Folge sein. Es entsteht ein Teufelskreis. Der Leidensdruck wächst. Nicht immer helfen die bekannten Potenzmittel – die Ursachen liegen tiefer.

Erektile Dysfunktion (umgangssprachlich Impotenz) ist die häufigste Sexualstörung beim Mann. Fast jeder fünfte Mann in Deutschland soll darunter leiden. Gesprochen wird darüber in den meisten Fällen nicht. Zu groß ist die Angst nicht als „ganzer Mann“ angesehen zu werden. Dabei können Probleme mit der Standfestigkeit auch (behandelbare) körperliche Ursachen haben oder auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hindeuten. In über 50% der Fälle sind Erkrankungen der Blutgefäße oder Diabetes der Auslöser. Daher ist es nicht für das Selbstvertrauen und die Funktionalität im Bett wichtig sich an einen Facharzt zu wenden. Durch einen Mediziner können Ursachen diagnostiziert und therapiert werden. Dafür muss der Betroffene aber den Schritt zum Facharzt wagen.

Die Doku des NRD erzählt die Geschichte von drei Männern, die offen über Ursachen ihrer erektilen Dysfunktion sprechen und von der Kamera auf dem Weg nach einer Lösung begleitet werden. Der Polizist, der bisher vor den Kollegen nie ein Wort über seine Probleme im Bett verloren hat, geht mit der Kamera zu einem Spezialisten in Hamburg und bricht sein Schweigen. Ein anderer Protagonist, berichtet von Hemmungen beim Einlösen eines Rezeptes in der Apotheke und wie ihm eine Umgestaltung des Schlafzimmers geholfen hat. Ein Paar berichtet von den schwerwiegenden Folgen der Dysfunktion für ihre Beziehung – die Ehe steckt in einer Krise.
Die Suche nach Ursachen zeigt, dass es nicht immer nur körperliche Faktoren sind, die die Standfestigkeit im Bett beeinträchtigen. Hat der Teufelskreis aber einmal begonnen, erschwert die Tatsache, dass der Schwellkörper ein trainierbarer Muskel ist, die Rückkehr zur erfüllenden Sexualität umso mehr. Lösungsansätze (auch operative und welche die an eine Penispumpe erinnern) werden in der Doku vorgestellt. Fast jede Impotenz gilt heute als heilbar. Man(n) muss nur den Mut finden, sich an Spezialisten zu wenden und offen über die Problematik zu sprechen.

Sind Potenzprobleme in eurem Umfeld ein Tabu oder könnt ihr offen darüber sprechen? Wird auch schon mal über Hilfsmittel gesprochen?

Ich denke, die Fragen können Männer und Frauen beantworten. Schließlich sprechen Frauen doch auch über ihre Männer (und vielleicht auch dieses Thema), oder?

Quellen und Links zum Weiterlesen:
NDR: Impotenz – Die Angst der Männer
Selbsthilfegruppe: Erektile Dysfunktion
Apotheken Umschau: Erektile Dysfunktion – Was hilft, wenn der Mann nicht mehr kann?
Apotheken Umschau: Warum Impotenz ein Alarmsignal ist

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