Passend zur Synode in Rom un der aktuellen Diskussion auf PL zum Outing des Vatikanpriesters:

Gestern ging dieser Artikel durch die Presse. Ein 75 jähriger Priester aus Italien äußert in einem Interview, dass er Verständnis für Pädosexuelle hätte. Die Kinder würden Liebe suchen, die sie in der Familie nicht bekommen und sich da eben auch an Priester wenden. Den Tätern könne man die Sünde vergeben:

Auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Liebe unter Gläubigen ein Problem darstelle, antwortete der 75-jährige Gino Flaim dem TV-Sender La7: „Pädophilie kann ich verstehen, Homosexualität, ich weiß nicht.[…] Flaim blieb dabei, dass Homosexualität eine Krankheit sei: „Man müsste darüber mit einem Arzt reden“, so seine Empfehlung an die Betroffenen“ (Spiegel online)

Papst Franziskus verurteilt pädosexuelle Handlungen. „Gott selbst weint darüber“, wird er im Spiegel zitiert. Flaim soll zunächst ins Ausland versetzt worden sein. Die Vorgesetzten haben sich von seinen Aussagen distanziert.

Natürlich ist das nicht die Ansicht aller katholischen Priester. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass Gedanken wie diese in mehreren Köpfen rumspuken. Homosexualität als Krankheit; pädosexuelle Übergriffe als vom Kind gewollt und provoziert – Willkommen im einer längst vergangen Zeit!