„Hi, wie geht’s?“ – Selbstversuch Singlebörse (Teil 3)

„Hi, wie geht’s?“ – Selbstversuch Singlebörse (Teil 3)

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Ein Date mit einem Beinahe-Arschloch

Als ich fast dabei bin, das Handtuch zu werfen und Urlaub vom Online-Ding zu machen, erinnert mich einer meiner ersten Kontakte daran, dass wir uns ja diese Woche treffen wollten. Weil ich genervt und gestresst bin und mich an der Schwelle zum Arschloch-Sein befinde, antworte ich ihm knapp und nicht sehr freundlich, ich könne nur an dem einen Abend um 18 Uhr für eine dreiviertel Stunde, und er müsse in die Nähe meiner Arbeitsstelle, am anderen Ende der Stadt kommen, anders ginge es nicht. Seine Antwort: „Klar, kein Problem.“ Ich merke, mein eigener Kopf fängt an in der verqueren Singlebörsenlogik zu denken: Der Mensch sieht viel zu gut aus auf seinem Profilfoto, hat gleichzeitig als einer der wenigen nicht nach einem Foto gefragt, und er ist ohne Widerrede bereit sich von einer wenig freundlichen Person irgendwo hinbestellen zu lassen, und das nur für kurze Zeit. Verdächtig. Irgendwas kann da doch nicht stimmen. Entweder der schaut deutlich schlechter aus als auf seinem Foto oder etwas anderes ist faul an der Sache.

Frosch oder Prinz?

Noch hat die zynische Singlebörsenlogik mich nicht voll im Griff. Ich lasse mich von den negativen Gedanken nicht beirren, stelle mich allerdings darauf ein, dass das Treffen eine Zeitverschwendung sein könnte. An dem besagten Tag kurz vor 18 Uhr warte ich am vereinbarten Treffpunkt. Es ist dunkel, ich sehe nicht viel. Um Punkt kommen mir zwei Männer entgegen, ein älterer, etwas ungepflegt wirkender Mann und ein jüngerer Schönling. Einer schlurft an mir vorbei, der andere bleibt vor mir stehen. „Wartest du auf mich?“ Es ist der Schönling. Er schaut noch besser aus als auf seinem Foto.

Leicht verdattert begrüße ich ihn und schon fangen die Gedanken wieder an. Ist der nicht total „out of my league“? Er hatte kein Foto von mir gesehen. Ist er jetzt enttäuscht? Wir gehen in eine Bar, bestellen uns etwas zu trinken, plaudern. Er ist distanziert, redet nicht viel, ist aber professionell charmant und stiehlt sicher die Herzen aller Schwiegermütter. Ich bin leicht irritiert. Schön wie er ist, muss er wegen mir auch nicht viel reden. Ich mustere ihn interessiert, aber skeptisch, er bleibt distanziert-freundlich. Nach 45 Minuten beendet er das Treffen. Wir zahlen getrennt. Er fragt mich, wie verbleiben wir denn? Ich frage ihn „Willst du mich denn nochmal sehen?“. Zu meiner Überraschung nickt er bejahend.

Ein schlechter Film mit Happy Ending

Wir treffen uns zügig ein zweites Mal, diesmal tagsüber. Er schaut immer noch so gut aus, und er ist immer noch distanziert, aber charmant liebenswürdig. Wir gehen etwas essen, wir reden nicht viel, es ist ein wenig seltsam, vor allem, weil ich nicht das Gefühl habe, dass er sich für mich interessiert, sondern einfach nur höflich ist. Hinterher schlägt er vor, noch spazieren zu gehen. Wir gehen nebeneinander, wohlgesinnt, aber offensichtlich verunsichert. An einer roten Ampel wartend nimmt er mich plötzlich in den Arm und küsst mich. Ich falle aus allen Wolken und fange zu kichern an. Was ist denn jetzt passiert? Danach scheint das Eis gebrochen, ein wenig zumindest. Wir laufen durch die Stadt wie zwei frisch Verliebte, ohne es zu sein. Irgendwann sagt er „Hier wohn ich. Magst du mit hoch?“ Ich muss lachen. Ernsthaft? Ist ja wie in einem schlechten Film. Aber ich gehe trotzdem mit ihm mit. Er ist nett und sieht gut aus. Das ist doch genau das, wonach ich gesucht habe.

 

Hier geht es zum letzten Teil (Fazit).

„Hi, wie geht’s?“- Selbstversuch Singlebörse (Teil 2)

„Hi, wie geht’s?“- Selbstversuch Singlebörse (Teil 2)

Teil 1

Teil 2

3 Tage und 151 Likes später

Zum Glück scheinen meine Freunde mit ihrer Theorie nicht ganz Recht gehabt zu haben. Trotz vieler verteilter Körbe habe ich relativ schnell eine Handvoll Kontakte zusammen, die für mich interessant sein könnten. Da ich mich nicht online vergucken kann, sondern erst bei einem Offline-Treffen feststellen kann, ob jemand für mich wirklich Potenzial hat, vereinbare ich zügig erste Treffen. In der ersten Woche habe ich gleich drei Dates. Man verabredet sich zum Kaffee, geht spazieren, etc. Die Treffen sind komisch, beide wissen es, beide bemühen sich. Es ist eine Kombination aus „Ich will dem/der anderen imponieren“ und „Hab ich überhaupt Interesse an der Person?“. Die Männer sind grundsätzlich nett, die Treffen in Ordnung, aber sie ziehen sich, sind anstrengend, und ein lockerer Flirt scheint ferner denn je. Gefunkt hat da jedenfalls nichts, aber alle wollen mich gerne noch ein zweites Mal treffen. Haben sie nicht gemerkt, dass da nichts war? Da ich die frustrierten Berichte der Singlebörsenveteranen kenne, bin ich ehrlich, ghoste nicht und gebe allen drei Männern einen klaren, aber höflichen Korb.

Matchscore Fail

Als nächstes versuche ich eine andere Strategie, ich werde proaktiv. Ich fange an mir selbst Profile herauszusuchen, schreibe Leute an, deren Profil auf mich attraktiv wirkt und mit denen ich einen hohen Matchscore habe. Aber auch das entpuppt sich als nicht sehr erfolgreiche Methode. Am Ende führe ich Gespräche mit einem AfD-Politiker, einem eingebildeten Banker und einem sexistischen Sportwagenfanatiker. Wie zur Hölle sind wir bitte auf unseren >90%igen Matchscore gekommen? Neinnein, ich will zwar neue Erfahrungen machen, meinen Horizont erweitern und andere Leute kennenlernen, als ich es sonst tue, aber sowas funktioniert dann leider auch nicht. Ich fahre wohl doch besser damit abzuwarten, welche Leute an meinem Profil Gefallen finden. Das scheint der bessere Filter zu sein.

Online-Dating in seiner vollen Schönheit

Für den zweiten Schwung an Dates will ich trotzdem den Schriftverkehr klüger angehen, den Flirt von Anfang an provozieren, offener beim Schreiben sein, klar machen, worum es mir geht: Körperlichkeit und Nähe, kein ewig langsames Kennenlernen, keine falsche Rücksichtnahme. Ich werde indirekt direkt, wie es sich für eine wohlerzogene Lady gehört. Die Männer verstehen, die Grundlage ist gelegt, das Interesse steigt. Mich wollen sogar Leute treffen, die eitel und schön sind, und sich offline wohl niemals für mich interessiert hätten. Sie wollen aber natürlich ein Foto von meinem Gesicht sehen, ich schicke ihnen eines. Ein Modeltyp schreibt dann „Hm… Hast du noch eines?“. Ich sage „Wenn ich nicht dein Typ bin, ist das voll in Ordnung, sag es mir ruhig ehrlich.“ Er: „Nein, ist schon ok, das geht schon.“, wie charmant. Für den bin ich wohl gerade noch so „fickbar“, wie man heutzutage sagt. Wirklich große Lust auf ihn habe ich jetzt nicht mehr.

Andere disqualifizieren sich sofort, weil sie nicht verstehen, dass man an Körperlichkeit interessiert sein kann, aber das nicht zwangsläufig heißt, dass man ihre Phantasien befriedigen möchte. Mehrmals versuchen mich Leute in eine Cybersex-Unterhaltung zu manövrieren, trotz Hinweis, dass mir das nichts gibt. Mehrmals wollen sie mich zum Sexting überreden, obwohl sie mein „Nein“ bereits kennen. Ich bemühe mich, zwar deutlich, aber nicht zu unfreundlich zu werden, aber es zehrt tatsächlich an den Nerven, und manche scheinen am Ende leider keine andere Sprache zu verstehen als das Geblockt-Werden. Langsam wird mir das alles zu viel. Ich verliere immer mehr die Lust am Online-Daten. Kann man nicht einfach nette Menschen offline kennenlernen? Wie kann sowas so anstrengend werden…

 

Teil 3 gibt es hier… 😉

Teil 4 / Fazit

„Hi, wie geht’s?“ – Selbstversuch Singlebörse (Teil 1)

„Hi, wie geht’s?“ – Selbstversuch Singlebörse (Teil 1)

Wir alle haben schon davon gehört, viele von uns haben auch schon Erfahrungen damit gesammelt, ein das Thema wurde im Forum schon des öfteren diskutiert (z.B. hier): Singlebörsen, Dating-Seiten, Plattformen für die Partnersuche. Eine Planet-Liebe-Userin, die gerne anonym bleiben möchte, hat kürzlich den Selbstversuch gestartet, und war so freundlich, einen ausführlichen Bericht zu schreiben.

 

Teil 1

Ein paar Monate solo, nach einer langjährigen, ernsthaften Beziehung. Das Interesse, neue Leute kennenzulernen, ist groß, die Möglichkeiten im Alltag gering. Dabei wäre ein bisschen vertraute Nähe gerade sehr schön. Aber wo kann man interessante Menschen kennenlernen, wenn es im Alltag nicht klappt? Zum Glück drängt sich im Internetzeitalter eine einfache Lösung auf: Dating-Plattformen. Als jemand, der den natürlichen Kennenlernprozess liebt, habe ich mich bisher immer gesträubt, diese unelegante und künstliche Form der Kontaktaufnahme für mich zu nutzen. Aber nachdem sich mehrere Wochen lang im Reallife immer noch nichts tut, freunde ich mich langsam mit dem Gedanken an. Probieren kann man’s ja mal.

Okay Cupido, zeig mir was du kannst

Ich recherchiere und lese viele Berichte von frustrierten Männern und arroganten Frauen über ihre Erfahrungen beim Online-Dating. Bevor ich mich bei einer Singlebörse anmelde, weiß ich schon ungefähr, was mich erwartet: Zu viele Männer, zu wenige Frauen, und der Spielplatz des anonymen Internets, wo alles erlaubt zu sein scheint. Mein Ziel: Ganz andere Leute kennenlernen als ich sonst treffe, mich ausprobieren, neue Erfahrungen sammeln, dabei an kein Arschloch geraten und selbst kein Arschloch werden. Eine Beziehung suche ich nicht, aber auch keinen One Night Stand, sondern irgendetwas dazwischen.

Ich lasse mir von Freunden OkCupid empfehlen. Diese Seite ist kostenfrei und zeichnet sich dadurch aus, dass man Fragen beantworten kann und mit Leuten gematcht wird, die angeblich zu einem passen. Außerdem erhält man auf Basis seiner Antworten eine Persönlichkeitseinschätzung. Die Seite will, dass ich ein Foto von mir hochlade, das idealerweise mein Gesicht zeigt. Entgegen aller Ratschläge, die ich bekomme, lade ich ein Foto hoch, auf dem weder mein Gesicht zu erkennen ist noch viel von meinem Körper. Bis auf die Ästhetik des Bildes nicht sehr aussagekräftig. Allerdings verfasse ich einen zum Profilbild passenden ironischen Profiltext, der in Kombination mit OkCupids Persönlichkeitseinschätzung hoffentlich bei den richtigen Menschen das Interesse weckt und gleichzeitig bei den falschen das Gegenteil bewirkt. Mir ist klar, dass ich mit dem gesichtslosen Foto weniger Leute anspreche, als wenn ich ein anderes Foto hochladen würde, aber auf einen Versuch lege ich es dann doch an.

„Would you like an American creampie?“

Interessanterweise hagelt es trotz des anonymen Profils von der ersten Sekunde an Likes und Nachrichten. Die Freunde, die mir von dem Profilfoto abrieten, erklären mir die verquere Singlebörsenlogik so: Wer sein Gesicht nicht zeigt, hat was zu verbergen. Dann melden sich eher die Leute, die sonst schlechte Chancen haben, weil sie denken, sie hätten mehr Glück bei einer vermutlich unattraktiven Frau. Ist das so? Wenn ja, wie traurig. Da ich mir vorgenommen habe, kein Arschloch zu sein, verfolge ich anfangs den Vorsatz, jede freundliche Nachricht zu beantworten, auch jene von für mich uninteressanten Profilen. Nach einem verregneten Wochenende verbracht vor dem Bildschirm mit der Beantwortung dutzender Nachrichten und dem Verteilen fast ebenso vieler Körbe, sehe ich ein, wie irrsinnig diese Idee war.

Hier geht es weiter zu Teil 2.

Teil 3

Teil 4 / Fazit

„Tinderella“ – Skeptik und die Frage nach dem „Danach“

„Tinderella“ – Skeptik und die Frage nach dem „Danach“

Kritiker sprechen im Zusammenhang mit der Flirt- & Dating-App  Tinder von“All-you-can-eat-Kapitalismus“ oder einem „Zeitvertreib für Egomanen“. „Tinderella“ geistert als Bezeichnung für intensive Nutzerinnen der App durch die Medien. Ein negativer Beigeschmack bleibt bei all diesen Bezeichnungen. Gerechtfertigt?

Anhand von Fotos wird binnen Sekunden entschieden, ob die Person „interessant“ ist oder nicht – ein Wisch nach rechts oder links besiegelt das Schicksal des Kontaktes. Das Freitextfeld, welches jeder Single mit relevanten Informationen füllen kann, ist vielfach leer. Nur die Fotos bleiben, sie genügen offenbar. So einfach und so oberflächlich ist das Prinzip hinter der Erfolgs-App, die Deutschland als ihren siebtgrößten Markt definiert. In 196 Ländern soll die App verfügbar sein und für 26 Millionen Matches am Tag sorgen. Was steckt hinter dem Erfolgsrezept?

Auch wer anfangs skeptisch war, scheint binnen weniger Stunden dem Tinderwahnsinn zu verfallen. (Einen besonders spannenden Einblick dazu bietet die Doku des NDR „7 Tage auf Tinder“).
Freunde, die – als sie selbst noch in Beziehungen waren – nur abfällige Äußerungen für Tinder-Exzesse erübrigen konnten, werden von einem auf den anderen Tag selbst zu Tinder-Junkies: Schon wird in jedem freiem Moment gewischt und gechattet.

Offenbar kann es  anstrengend werden, den Überblick zu behalten. Traut man sich einmal zu fragen, wer aktuell im Fokus des Interesses steht… – „Ich chatte mit B. und J. Mit B. hatte ich gestern ein Date. Das war ganz nett. J. ist auch okay, aber nicht so mega spannend. Morgen treffe ich M., aber S. will mich morgen auch persönlich treffen.“ – schon vom Zuhören surrt mir der Kopf. Ob S. es berauschend finden würde, wenn er wüsste, dass er für M. auf einen anderen Tag verschoben wird?
Ich möchte aber  nicht leugnen, wie sehr Tinder die gemeinsamen Abende mit der Single-Freundin bereichern kann, indem wir gemeinsam durch die Bilder switchen und die Selbstdarstellung der Männer kommentieren. (Machen wir uns nichts vor: Die Herren machen es doch auch so. :p )

Ich bin schon lange in festen Händen. Meinen Partner lernte ich noch ohne die Hilfe einer App kennen. Es fällt mir schwer, den Wahnsinn nachzuvollziehen. Meinen Freunden gönne ich ihren Spaß in jeder Hinsicht: Bei spannenden Dates, heißem Sex beim ersten Date und dabei, den Marktwert nach einer langen Beziehung  zu testen. Mir ist klar, dass die Erfahrungen, die mir zu Ohren getragen werden, diejenigen sehr extrovertierter und offener Menschen sind. Nicht jeder macht diese Erfahrungen – nicht jeder will sie machen. Tinder bietet für manche Menschen viele Möglichkeiten.

Und was ist, wenn aus einem Match ernst wird?

Was aber passiert, wenn aus einem Tinder-Date etwas ernstes wird? Ein frisch verliebtes Paar berichtet mir von den Hemmungen über „ihre  Geschichte“ zu sprechen. Immer wenn das Wort „App“ oder „Tinder“ falle, würden sie im Freundeskreis schief angesehen werden. „Da sucht doch keiner eine ernsthafte Beziehung“ oder „Was, bei dieser F***börse?!“ seien nur die typischten Reaktionen. Den Eltern hätten sie direkt eine andere Geschichte erzählt.
Auch die Berichte anderer Tinder-Paaren sind geprägt von ausweichenden Antworten, Alternativgeschichten und Peinlichkeit. Aber warum? Liegt es wirklich an dem Mechanismus dieser App?
Sich im Internet kennen zu lernen ist heute keine Seltenheit mehr und schon beinahe zur Normalität geworden. Tinder jedoch scheint weiterhin ein Spezialfall mit Beigeschmack zu sein.

Tinder ist und bleibt eine nette Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen. Gerade, wenn man nicht zu dem Typ Mensch gehört, der einen Mann oder eine Frau „einfach so“ in einer Bar oder auf einer Veranstaltungen anspricht, kann eine App die Hemmungen nehmen und für den ersten Kontakt sorgen. Wer keine all zu hohen Erwartungen in die App und die Kontakte setzt, kann interessante Menschen treffen und mit etwas Glück vielleicht sogar die große Liebe finden. Glück braucht man ja auch im realen Leben, oder nicht?

Nutzt Ihr Tinder?

Wie wird in Eurem Freundeskreis über Tinder gesprochen? Kennt Ihr Tinder-Paare? Wie gehen diese mit ihrer Geschichte um?

Quellen und Links zum Weiterlesen:
Zeit online: Love me tinder
NDR: Wisch und weg! 7 Tage auf Tinder
Stern.de: Tinder – Ein Zeitvertreib für Egomanen
bento.de: Wann hören wir auf uns für unsere Tinder-Liebe zu schämen?
bento.de: Tinder Paare: „Am Anfang war es uns mega peinlich“

11 Ideen für das Sommer-Date

11 Ideen für das Sommer-Date

„Was kann ich für das Date vorschlagen?“, „Was sollen wir beim ersten Date unternehmen?“ – Diese Fragen tauchen bei Planet-Liebe das ganze Jahr auf. Heute sammeln wir ein paar Ideen für den beginnenden Sommer. 🙂

1. Ein Ausflug ins Grüne
Eine recht simple Idee, die bei schönem Wetter aber ihren Effekt haben kann. Weg vom Lärm der Stadt und der gewohnten Umgebung kann man in aller Ruhe ins Gespräch kommen. Die Natur kann für eher zurückhaltende und schüchterne Menschen auch ein unverfänglicher Gesprächsanlass sein. Wenn man dann gemeinsam in einem Lokal oder Café einkehrt, was ja auch auf dem Rückweg passieren kann, wird die gemeinsame Unternehmung abgerundet. Ein solches Date bietet sehr viel Zeit zum Austausch, Kennenlernen und hat im Idealfall auch noch ein wenig Entspannungsfaktor. 😉
Tipp: Beachtet den Wetterbericht und habt für den Notfall einen Regenschirm dabei. Zu zweit unter einem Schirm kann es auch sehr romantisch sein.

rowing-boat-682110_12802. Baden oder Boot fahren
Diese Idee ist vielleicht nicht  für jeden etwas, denn nicht jede/r zeigt sich beim ersten Treffen zu zweit gerne in knapper Badebekleidung. (Das sollte bei der Planung und Absprache durchaus sensibel berücksichtigt werden.) Wer damit aber kein Problem hat, kann die heißen Sommertage mit seinem Date wunderbar am Wasser verbringen. Ob Freibad oder See ist egal – Hauptsache Abkühlung. Im Wasser kann man sich auch spielerisch relativ leicht näher kommen.
Wer nicht direkt mit dem Bad starten möchte, kann auch ein Boot mieten und auf den See raus fahren. (Tipp: Überlegt euch, ob ihr ein Tretboot oder Ruderboot mietet und klärt vorher, wer bereit ist, zu rudern. Das erspart unschöne Diskussionen auf dem Wasser.) Auch hier gibt es sicher viel zu sehen und man hat viel Zeit für Gespräche. Wer möchte, kann dann immer noch von Boot aus ins Wasser hüpfen.
Sonnencreme nicht vergessen! 😉

3. Picknick
Diese Idee lässt sich toll mit den vorherigen Ideen kombinieren, kann aber natürlich auch für sich allein stehen. Eine Decke, eine Tasche mit Leckereien und fertig ist das Date. Die Verpflegung kann als Überraschung geplant sein (klärt aber vorher, ob der/die überraschte Vegetarier/Veganer ist oder irgendwelche Allergien hat!) oder in Zusammenarbeit entstehen. Gerade bei Kooperation können beide einen Eindruck vom Anderen und seinen/ihren Essgewohnheiten bzw. – Vorlieben bekommen und vielleicht auch völlig mit neuen Speisen überrascht werden.
Im Sommer bietet es sich natürlich an Obst und viele Getränke dabei zu haben. Nehmt nichts mit, was unbedingt gekühlt werden muss und denkt an die Mülltüte, falls es vor Ort keine Entsorgungsmöglichkeit gibt.

ice-123097_19204. Eis essen
Was wäre ein Sommer ohne Eis? Natürlich kann das Date auch in einer Eisdiele stattfinden oder ihr spaziert an einer vorbei und beeindruckt mit Insiderwissen zum lokalen Eis-Geschäft. 😉 Bei einem schönen Eisbecher kann man sich entspannt zurücklehnen. Wenn das Gegenüber es erlaubt, kann man natürlich auch am anderen Eisbecher probieren und so die Gelegenheit nutzen, sich ein wenig näher zu kommen.

5. Klimatisierte Räume aufsuchen 
Nicht jeder mag den Sommer und die Hitze, die es an manchen Tagen ja tatsächlich gibt. Unser Vorschlag: Sucht klimatisierte Räume auf! Viele Museen haben, neben interessanten Ausstellungen, Klimaanlagen und bieten somit eine gute Ausweichmöglichkeit. Im Sommer sind sie auch nicht überfüllt, weil viele Menschen die Zeit am See verbringen. Die Ausstellungsstücke sind wiederum ein netter Gesprächsanlass. (Wichtig: besprecht vorher, ob das Museum/die Ausstellung überhaupt eine Option ist. Wenn sich einer absolut langweilt, ist das nicht hilfreich. 😉 )
Auch ein Kino-Besuch, von dem wir wegen fehlender Gesprächsmöglichleit während des Films, grundsätzlich eher abraten, kann hier aushelfen. Im dunklen Kino-Saal kann man ja sich ja auch ganz klassisch ein wenig näher komme.

6. Flohmarkt
Wer am Wochenende auch bereit ist ein wenig früher aufzustehen, kann mit seinem Date auch auf einen Flohmarkt gehen. Beim Stöbern kann man skurrile Dinge belächeln oder auch erfahren, wie die Oma eingerichtet war, welches Bild bei dem Onkel an der Wand hing und welches Buch man schon immer mal lesen wollte. Sollte gerade dieses Buch in einer der Bücherkisten zu finden sein, kann es als kleine Aufmerksamkeit und Erinnerung sogar preisgünstig erworben werden. Das wäre überaus aufmerksam und käme sicher gut an. 😉
Um über das frühe Aufstehen hinweg zu trösten, lässt sich der Besuch auf dem Flohmarkt sicher mit einem schönen Frühstück oder Brunch im Anschluss kombinieren. Am besten informiert ihr euch vorher über die Möglichkeiten in der Umgebung.

7. Dinner auf dem Balkon oder der Terrasse
Der Klassiker: Ein gemeinsames Essen. Im Sommer kann man das, bei entsprechender Wetterlage, natürlich wunderbar auf den eigenen Balkon oder die Terrasse verlagern. Gemeinsam einkaufen, kochen und dann den Abend auf dem Balkon ausklingen lassen, kann eine wunderbare Gelegenheit für ausführliche Gespräche sein. Sorgt für das richtige Ambiente! Ist der Balkon wirklich vorzeigbar oder überwuchert mit Unkraut? Kann irgendwo eine Kerze stehen? Macht euch ruhig ein paar Gedanken. Euer Date wird es mitbekommen. 😉
Wer keinen eigenen Balkon hat, kann das Dinner natürlich auch in ein Lokal verlagern. Achtet dabei aber darauf, dass ihr einen Restaurant wählt, wo man auch wirklich ins Gespräch kommen kann und nicht vom Straßenlärm übertönt wird oder das Gefühl hat auf dem Schoß der Tischnachbarn zu sitzen.

8. Sterne gucken
Noch einfacher als das Picknick ist unsere Idee für ein nächtliches Date: Sterne gucken! Schnappt euch eine Decke und sucht euch einen ruhigen Ort. Wer in der Großstadt wohnt, muss hier vermutlich einen kleinen Weg auf sich nehmen, aber es lohnt sich! Denkt daran, dass es auch in Sommernächten kühl werden kann. Dieser Umstand kann als auch Gelegenheit für Körperkontakt genutzt werden. 😉
Tipp: Mückenspray nicht vergessen.

Wüsstet du, wie dieses Kerlchen heißt?

Wüsstet du, wie dieses Kerlchen heißt?

9. Zoo oder botanischen Garten besuchen
Wann wart ihr das letzte Mal im Zoo oder im botanischen Garten? Das war vermutlich nicht erst letzte Woche, oder? Bei eurem Date könnte es ähnlich sein also nutzt die Chance und schlag einen Besuch im Zoo, Tierpark oder dem botanischen Garten vor. Tiere und Pflanzen können tolle Gesprächsanlässe sein, gerade wenn man kurzzeitig nicht mehr weiß, was man sagen soll, können die niedlichen Affen oder das „komische Tier da vorne“, dessen Namen man nicht kennt, eine kleine Rettungsbrücke sein. Auch diese Unternehmung lässt sich natürlich mit einem Eis kombinieren.

10. Zusammen Sport machen
Für die Aktiven bietet sich, neben Schwimmen, natürlich ein sportlicher Ausflug an. Die Skates können, wie das Fahrrad eine schöne gemeinsame Tour ermöglichen. Dabei sollten jedoch beide halbwegs sicher auf den Rädern stehen – zur Not plant lieber noch eine Übungsstunde ein. Auch dabei kann man sich näher kommen.
Wer einen Kletterwald, Hochseilgarten oder ähnliches in der Nähe hat, hat kann das Date auch dorthin verlagern. Je nach Läge kann es dort kühler sein als in der Stadt und bei den verschiedenen Parcouren kann man sich gegenseitig unterstützen oder Mut zusprechen. Klärt aber bitte vorher, ob die Aktion wegen Höhenangst ein Fehlgriff wäre und reserviert vorher. Gerade im Sommer sind die Kletteranlagen sehr beliebt und es könnte voll werden. Vermeidet Wartezeiten, auch wenn ihr die natürlich auch nett gestalten könntet.

11. Open Air Kino oder Konzerte
Wenn das Wetter mitspielt, sind Open-Air Kinos im Sommer eine super Möglichkeit für ein Date. Eine laue Sommernacht und ein Film in entspannter Atmosphäre können eine wunderbare Gelegenheit sein sich näher zu kommen. Schaut am besten vorher, ob ihr selbst Getränke und Lebensmittel mitbringen dürft. Dann könntet ihr das Kino vielleicht auch mit einem kleinen Picknick kombinieren. Vergesst auch hier das Mückenspray nicht. 😉
Wenn ihr den gleichen Musikgeschmack habt, könnt ihr natürlich auch ein Open-Air Konzert besuchen. In den Städten gibt es da im Sommer zahlreiche (auch preisgünstige) Möglichkeiten.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und einen aufregenden Sommer. 🙂

Was sind eure Ideen für ein Sommer-Date? Welche Ideen waren bei euch schon erfolgreich?