Satisfyer Pro 2 Testbericht

Satisfyer Pro 2 Testbericht

Ich weiß es noch, irgendwann Ende Januar/Anfang Februar war der Satisfyer weg. Nicht mehr auf eis.de, unauffindbar und irgendwie machte sich leichte Panik bei mir breit. Hätte ich mir doch noch ein Ersatzexemplar sichern sollen? Oder als Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin.
Verdammt! Ich verfasste eine Nachricht an Eis.de und bekam kurzfristig eine Antwort: „Derzeit vergriffen, Nachfolgemodell kommt. Bitte noch etwas Geduld.“ Na gut – ich habe Zeit, und beruhigte mich wieder.

Und lange musste ich nicht warten. Am 01.04.2016 kam dann ein Newsletter von eis.de und der hatte es in sich. Es sollte kein Aprilscherz sein! Noch 17 Tage bis zum neuen Satisfyer Pro 2. Und bereits das Foto deutete an, in welche Richtung es gehen sollte. Dazu aber später mehr.
Ich zählte die Tage, obwohl ich eigentlich nicht mal sicher war, ob ich ihn kaufen sollte. Schließlich hatte ich ja bereits die erste Generation.

Der Tag kam und man konnte ihn bestellen. Gefühlte 10 Mal lag er in meinem Einkaufswagen, doch gekauft habe ich ihn nicht.
Aber irgendwie ist das so wie mit einem neuen Handy: Eigentlich braucht man kein neues, muss es aber trotzdem haben. So vergingen dann ein paar Tage bis ein EUR 10,00 Gutschein von in meinem Briefkasten lag. Ich deutete es als Zeichen und sah mich darin bestätigt, dass ich ihn haben muss. Diesmal rappelte die Kiste. Keine 10 Minuten später war die Bestellung draußen. Jetzt hieß es abwarten…

ER IST DA! Ja, ER! Der Satisfyer Pro 2
Schön und diskret verpackt, wie immer bei eis.de, kam er diesmal aber nicht in einer Plastiktüte (wie sein Vorgänger), sondern zusätzlich in einer Verpackung aus Karton mit Hygienesiegel. Das macht schon gleich etwas mehr her. Wie auch beim Vorgängermodell konnte ich persönlich keinen starken Plastikgeruch wahrnehmen.

satis1Was wird geliefert?
-Satisfyer Pro 2
-Ladekabel
-Gebrauchsanleitung

Was wird versprochen? Und ist da was dran?
-wasserdicht
-berührungslose Stimulation
-wiederaufladbar
-11 Programme
-USB Magnet-Kabel
-körperfreundliches Silikon
-Tiefpreisgarantie

Schaut man auf den Preis des neuen Satisfyer Pro 2, fällt auf, dass er im Vergleich zum Vorgängermodell 10,00  Euro teurer ist. Dafür bekommt man aber diesmal ein wasserdichtes Gerät und eine Intensitätsstufe mehr.

Design mäßig ist sich eis.de treu geblieben. Der Satisfyer Pro 2 hat sich lediglich farblich geändert und ist insgesamt schwerer als sein Vorgängermodell. Länge 16,5 cm. (muss nachmessen)

Satis6Der optische Vergleich
Mir persönlich gefällt das rosé Gold viel besser als das vorherige Lila. Es sieht insgesamt einfach hochwertiger aus.
Wünschen würde ich mir allerdings eine kleine Farbauswahl. Schwarz, weiß und rosé Gold wären optimal. Aber ich will mich nicht beschweren, endlich weg von dem schrecklichen Lila. Das blaue Lämpchen wurde durch ein rosa Lämpchen ersetzt, passend zum Gehäuse.
Auch an den Bedienelementen gibt es keine großen Veränderungen:Satis3
Es gibt einen kleinen Ein-/Aus-Schalter und eine große Taste um die 11 Stufen zu regulieren. Allerdings lassen sich die 11 Stufen über die eine Taste zunächst nur steigern. Möchte man zurück, muss man sich erst hocharbeiten und schaltet dann wieder rückwärts.
Der Silikon-Aufsatz für den Kitzler ist etwas klobiger also beim Vorgängermodell, lässt sich aber problemlos zu Reinigungszwecken entfernen.

Der erste Testlauf
Nach einer kurzen Ladephase geht es auch direkt los:
Einmal angeschaltet merkt man sofort den Unterschied. Bei Stufe 1 legt der neue Satisfyer Pro 2 auch schon ordentlich los. Keine Aussetzer mehr, kein Ruckeln, er schnurrt wie eine Katze. Im Vergleich mit einem Vorgänger ist er allerdings merklich lauter. Einmal angesetzt wird er sofort leiser, ist aber auch hier Geräuschs intensiver. Mich persönlich stört es nicht. Wer sich allerdings durch so etwas ablenken lassen kann, der könnte sich hier etwas gestört fühlen. Ob der neue Satisfyer Pro 2 WG-tauglich ist, möchte ich fast bezweifeln – es sei denn man hat sturmfrei.

Satis10Druckwellen/ berührungslose Stimulation
Was heißt das? Das Gerät verteilt Stoßwellen, bei denen sich der Druck sprunghaft ändert. Es entsteht ein Wechsel zwischen einem Unterdruck und einem Nachlassen dessen. Man nimmt es als intensives Pulsieren wahr.

Da das Gerät auf den Kitzler aufgesetzt werden muss, hat es für mich nichts mit berührungsloser Stimulation zu tun. Sicherlich liegt der Kitzler unter dem Aufsatz frei, die Ränder des Aufsatzes müssen allerdings mit der Haut abschließen, damit das mit den Druckwellen auch funktioniert und so groß ist das Loch nun auch nicht, als dass es meinen ganzen Kitzler schluckt. Berührungslos sieht für mich anders aus. Tut der ganzen Sache aber keinen Abbruch.

Nun gut, lost geht’s!
Schamlippen etwas mit den Fingern auseinander spreizen und Satisfyer Pro 2 aufsetzen. Das Gefühl ist sehr angenehm. Am Anfang noch recht ungewohnt, schwankt man zwischen „Oh mein Gott“, kurz absetzen und „Nein, was fühlt sich das gut an“.
Der Satisfyer Pro 2 hält einen förmlich hin, lässt einen zappeln bis man irgendwann von einem intensiven Orgasmus überrollt wird, den man so nicht erwartet und auch nicht von herkömmlichen Vibratoren kennt. Es ist einfach ein geiles Gefühl.

Ich persönlich habe das Gefühl, dass mein ganzes Blut in die Körpermitte läuft, es kribbelt und auf einmal schießt das Blut zurück. Es ist sehr intensiv, fast magisch, weil man es so nicht kennt. Lange braucht der kleine Kerl auch nicht. Je nach Tagesform befriedigt er mich schon in unter einer Minute. Länger als 5 hat es noch nie gedauert.

Satis7

Bedienleisten der Satisfyer

Was der Satisfyer 1 erst ab Stufe 6 geschafft hat, schafft der Satisfyer Pro 2 jetzt schon ab Stufe 1. Ich persönlich bräuchte gar keine 11 Stufen. 5 würden hier absolut ausreichen. Ich empfinde den Unterschied in den letzten Stufen auch nicht mehr als so gravierend, tatsächlich auch ein bisschen weniger intensiv. Das liegt daran, dass der Unterdruck nur noch ganz kleine Pausen bekommt.
Wer die erste Version schon als zu intensiv empfand, der könnte mit dem 2. Modell eventuell ein Problem haben. Er hat einfach ordentlich Bums…ähhh Wumms….

Der Wassertest
Der Test in der Dusche verläuft ebenso erfreulich. Das Gerät ist definitiv wasserdicht und bereitet auch hier eine große Freude. Im Stehen sind die Orgasmen noch intensiver für mich, weshalb er jetzt öfters mit mir duschen gehen darf.

Was ich im Vergleich zu einem herkömmlichen Vibrator sehr toll finde ist, dass mein Kitzler nicht zu sehr überreizt wird. Heißt, ich kann nach einer kurzen Pause direkt noch einmal loslegen, ohne dass ich länger brauche oder es schmerzhaft wird.
So kann es schon mal sein, dass ich mehrere Orgasmen in kurzer Zeit habe.
Allerdings muss man dabei etwas aufpassen. Ich habe gemerkt, dass wenn ich es übertreibe, sich bei mir ein verstärkter Harndrang bemerkbar macht und ich das Gefühl habe auf Toilette zu müssen. Stört aber nicht weiter.

Das Aufladen geht problemlos mit mitgeliefertem USB-/Magnetkabel und ich bin sowieso ein Fan von integrierten Akkus bei Sexspielzeug. Ständig neue Batterien kaufen ist einfach lästig und sehr ansehnlich sind die meist sowieso nicht im Gerät untergebracht.

Fazit
Wer nach einer Alternative zu seinem Vibrator sucht und/oder generell etwas Probleme damit hatte, wird hier definitiv fündig.
Man kann sich auf ein ganz neues SB-Erlebnis freuen und wenn man möchte den Satisfyer Pro 2 auch mit ins Liebesspiel integrieren.

Insgesamt kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Preis-/Leistung sind hier einfach stimmig und unschlagbar. Mit etwas Glück erwischt man zusätzlich eine Rabattaktion von 20%.
Eis.de gibt eine Garantie von 10 Jahren auf das Gerät. Dafür nochmal beide Daumen hoch!

Testbericht Womanizer

Testbericht Womanizer

Es ist wohl einer der Threads des Jahres 2015 mit den meisten Klicks auf Planet-Liebe: Der Thread zum Womanizer Auflegevibrator. Heute präsentieren wir euch den ersten offiziellen Planet-Liebe Testbericht zu diesem Toy, das bei uns für soviel Gesprächsbedarf (und Begeisterung) sorgt. Eine PL-Userin hat den Womanizer für uns getestet:

Planet Liebe entdeckte ich erst mit 33 Jahren, durch Zufall, und wurde sofort süchtig. Hier kann ich meine sexuelle Neugier endlich ungehemmt ausleben, Fragen stellen und diskutieren und treffe sogar auf Gleichgesinnte. Das ist ein bereichernder und befreiender Kontrast zu meinem teilweise eher biederen und verklemmten Umfeld.

Weil ich ein offener und neugieriger Mensch bin, schreibe ich bald eigene Beiträge, lerne einzelne User über PNs näher kennen.
Zeitgleich wage ich mich ins Teamspeak. Erste Startschwierigkeiten werden von einem geduldigen User aus dem Weg geräumt und ich entdecke wieder eine neue faszinierende Welt. Die Gespräche sind offen, sexy und total lustig. Der viertelstündige Lachflash ist unvergessen. 😀

Es ist schon spät abends nur noch zu zweit im TS (war es unter der Bettdecke?) als mir ein User einen ganz speziellen Thread empfiehlt. Ich bin völlig gefesselt und verschlinge geradezu den kompletten Thread über ein neues Sexspielzeug bis in die frühen Morgenstunden.
„Ich bin in zwei Minuten gekommen, sonst brauche ich immer eine Stunde“, „Woouuww“ und „Hammer Gefühl“ sind nur drei der begeisterten Kommentare, die ich in dem Thread finde.

Die Erfahrungsberichte und Beschreibungen im Netz sind nicht weniger euphorisch: „neue Technologie, kann multiple Orgasmen auslösen“ „überwältigend“ „gigantischer Orgasmus“
Am interessantesten ist für mich dieser Satz: „Ich bin vorher noch nie gekommen, mit dem Womanizer hat es nach 2-3 Versuchen geklappt“.

Ich selber habe auch noch nie einen Orgasmus gehabt und hatte die Hoffnung eigentlich auch schon aufgegeben. SB mache ich nur alle paar Schaltjahre. Der Preis von 189€ war außerdem eine ordentliche Hemmschwelle. Aber die ganzen positiven Berichte bringen mich ins Grübeln. Und nach weiteren zehn begeisterten Statements ist es um mich geschehen: ich bestelle einen hübschen weißen Womanizer pro.

Am Tag der Anlieferung bin ich früher daheim und reiße dem Postboten das Paket nahezu aus der Hand. Das breite Grinsen kann ich mir nicht verkneifen.

Der erste Test erfolgt promt (wozu erst laden solang er noch Akku hat:whistle:) und das Gefühl ist so intensiv wie nichts, was ich vorher erlebt habe. Einen Orgasmus habe ich aber nicht. Nicht nach einer halben Stunde und auch nicht am nächsten Morgen.

Etwas frustriert mache ich einen eigenen Thread auf und probiere alle Tipps der User aus: Kopfkino, erotische Literatur, Alkohol, verschiedene Stellungen, Beckenbodentraining. Ich traue mich sogar zum ersten Mal auf eine Porno-Website.
Nichts bringt mich über die Schwelle. Aber ich lerne einiges über Orgasmen, SB und Stimulation.

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Der weiße Aufsatz und die dahinter verborgene Technik sorgen für Vergnügen

Der Womanizer mit Bedienfeld

Der Womanizer mit Bedienfeld

Zwei Wochen und etliche Tests später traue ich mich zum ersten Mal jenseits der Stufe 5. Bei 8, der höchsten Stufe, ist es total intensiv und etwas schmerzhaft, aber ich bin in ExperimentiErlaune und will schauen, was passiert. Ich kämpfe zum ersten mal nicht gegen dieses extrem intensive Gefühl an sondern lasse es zu. Die Füße beginnen zu kribbeln, die Beine zucken, mir wird heiß und kalt und der Schmerz wird zu einer intensiven Hitze tief im Bauch. Das wird so intensiv dass sich die Spannung in meinem ersten kleinen Mini-Orgasmus entlädt. Ich bin soooo glücklich.

Seither sind 6 Wochen vergangen. SB alle Schaltjahre? Eher täglich. 😎 Mehrere Orgasmen hintereinander? Jup. 😀 Heute schon? Allerdings.
In 2 Minuten schaffe ich es noch nicht, eher in 20, aber da hilft nur eins: üben, üben, üben.

FAZIT: Der Womanizer ist für Frauen, die vorher Probleme mit Orgasmen hatte, keine Soforthilfe. Aber mit ein wenig Ausdauer und Übung kann es bisher ungeahnte Glücksgefühle bescheren. Wer grad etwas Geld übrig hat, der kann ich es nur empfehlen. 🙂

Museums Tipp Prag: Das Sexmaschinen Museum

Museums Tipp Prag: Das Sexmaschinen Museum

Man schlendert ganz unschuldig durch die wunderschöne Prager Altstadt. Erfreut sich an der Kristallkunst, den Gassen, der Astronomischen Uhr* und dem bunten Menschengewimmel. Doch plötzlich bleiben die Augen an einem skuril anmutenden Geschäft stehen. Halt, das ist ein Museum! Aber was für eins? Tanzende Beine in Stiefeln über einem drehenden Rad, an dem Zungen(modelle) angebracht sind, Wand und Mobiliar in rot, über der Kasse ein „Zutritt erst ab 18“ Schild. Ja, wir sind im Sexmaschinenmuseum gelandet! Zwischen Starbucks und Kristallsuovenirs versteckt sich dieses kleine Highlight eines Pragbesuches.

Wenn ihr an genau diesem Punkt steht, müsst ihr euch nur noch um 90 Grad nach rechts drehen und der Gasse folgen. :)

Wenn ihr an genau diesem Punkt steht, müsst ihr euch nur noch um 90 Grad nach rechts drehen und der Gasse folgen. 🙂

Natürlich wäre es gelogen, wenn ich behaupten würde, wir hätten es nicht ganz gezielt angesteuert. Aber man muss sich ja weiterbilden und der Besuch im Museum war tatsächlich sehr erkenntnisreich.

Da Prag an sich ein recht günstiges Städtchen ist, tun die 250Kcr (ca. 10 Euro) auch nicht großartig weh. Die Vorfreude über das was da kommt überwiegt. 3 Etagen gilt es zu erkunden!

Im Erdgeschoss gibt es kleines (unschmuddeliges) Pornokino. Bei unserem Besuch wurde ein Klassiker aus Spanien gezeigt. Natürlich in Schwarz Weiß und als Stummfilm, wie es sich für einen fast 100 Jahre alten Film gehört. Vor dem Kino sind verschiedene „Hilfsmittel“ ausgestellt, die Masturbation und Körperkontakt beim Geschlechtsverkehr verhindern sollen. Okay, so ein Strampelanzug mit Öffnung im Intimbereich sieht schon recht lustig aus, ein bisschen Mitleid mit den Zeitgenossen dieses Anzuges schwingt aber doch mit.

Noch mehrPhantomschmerz bekommt der ungepiercte Besucher im 1. Stock. Dort sind weibliche und männliche Genitalien (natürlich nur als Modell) mit allen erdenklichen Formen des Intimschmuckes gezeigt. Das Mitgefühl lässt auch im nächsten Zimmer nicht von einem ab. Wenn man bedenkt, dass die Morgenlatte des Pubertierenden eine Alarmglocke im Schlafzimmer der Eltern oder einen Stromschlag auslöst. Aua!
Aber Sexmaschinen tun nicht nur weh. Sie bringen auch Erlösung. So kann man diverse Penetrationsmaschinen aus Holz bestaunen. Eine davon aus einem Frauengefängnis und von der Frau selbst betrieben. Ein Stuhl für Natursektspiele, eine Vorrichtung die den Gruppensex erleichtern soll und diverse Anschnallvorrichtung gibt es zu bestaunen. Natürlich fehlt es auch nicht an neuen Spielzeugen: FunFactory, Glasdildos, Vibrationsringe, nichts was man heute im Sexshop findet fehlt. Ja, manchmal muss man auch erstmal drüber nachdenken, was genau man da nun vor sich hat. Wer sich mal gefragt hat, was genau ein Ponyboy ist, wird auch nicht unwissend wieder gehen. 😀

Im dritten Stock findet man einen eigenen Raum für alles was in den Bereich SM und Bondage einzuordnen ist. Eine Liebesschaukel, diverse Vorrichtungen zum eher unbequemen erscheinenden Befestigen des Gespielen und eine komplett verschnürrte Puppe, die man erst entdeckt, wenn man zur Zimmerdecke guckt.
Es gibt noch viele viele andere Dinge, die man im Sexmaschinenmuseum entdecken, belächeln oder bestaunen kann. Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert!

Nicht traurig sein, dass es keine Bilder gibt. Wir wollten wegen den Bildrechten und dem Jugendschutz nichts riskieren und ihr seid ja auch in der Lage Google zu bemühen. 😉

*Wenn man direkt vor der Uhr steht, muss man sich übrigens nur um 180 Grad drehen und einer der Gasse  Richtung Wenzelsplatz folgen. 😉

Habt ihr dieses Museum vielleicht selbst schon besucht?

Kennt ihr ähnliche Museen oder Ausstellungen rund um das Thema Sex und Beziehung, die man (in Europa oder weltweit) besuchen kann? Vielleicht können wir hier eine kleine Sammlung starten. 🙂

No funds, no porn

Die Pornoindustrie steckt seit Jahren im Dilemma: Die Menschen schauen immer mehr und mehr Pornografie, aber die Umsätze gehen immer weiter zurück. 70% aller männlichen Amerikaner, und 30% der Frauen, schauen Pornos, aber die meisten nutzen kostenlose Streamingplattformen.

„Wozu wollt ihr euch verdammt noch mal einen runterholen, wenn wir keine Filme mehr drehen?“ wurde ein Pornodarsteller zitiert. Die implizite Drohung ist: Wenn die Konsumenten nicht bereit sind zu zahlen, wird die Selbstbefriedigung in Zukunft wieder pornofrei ablaufen müssen. Aber die Pornoindustrie sitzt am kürzeren Hebel: Egal ob hetero, homo oder bi, ob Asiatisch, Hardcore, Fetisch oder Blümchensex – es gibt im Internet bereits jetzt mehr als genug Material um ein ganzes Menschenleben mit Porno zu füllen.

Verklagen der Gratis-Konkurrenz wurde bereits versucht – ohne Erfolg. Will die Branche überleben, muss sie selbst aktiv und innovativ werden. Bereits in der Vergangenheit war die Pornobranche Triebfeder diverser Entwicklungen (Online-Payment, Webcams, Streaming). Ein paar Ideen sind bereits in Arbeit:

  • Wenn die Kunden nicht zahlen wollen, tun es vielleicht die Hersteller von Lovetoys und Kondomen – wenn nur sichergestellt wird, dass deren Produkte gut sichtbar im Streifen auftauchen.
  • Andere Seiten versuchen einen Markt für den Tausch von Amateurfilmen zu etablieren – mit weniger Hochglanz und Professionalität, aber dafür auch unbelastet von sexistischen Altlasten sowie gespielten, gekünstelten Szenen.
  • Als Hoffnungsträger gilt auch die 3D-Brille, die Pornos im wahrsten Sinne des Wortes in neue Dimensionen heben würden. Wobei auch das natürlich nur Zeit erkaufen würde, bis auch dieses Marktsegment von kostenlosem Material geflutet wäre.

Wohin auch immer der Zug geht, klar ist: Die Branche muss sich bewegen, denn wer stillsteht, der wird von der Entwicklung abgehängt.

Quelle: http://www.br.de/puls/themen/netz/porno-krise-internet-100.html [07.10.2015]

Was haltet ihr davon? Wäret ihr bereit, für Pornos was zu bezahlen, wenn euch dafür auch etwas geboten würde? Könntet ihr euch vorstellen, euch gezieltes Product Placement vorsetzen zu lassen? Wäre es schlimm für euch, wenn irgendwann keine neuen Pornos produziert würden? Oder sind professionelle Pornos ohnehin etwas, was die Welt in euren Augen nicht braucht?

jungsfragen.de – Bastelanleitung Taschenmuschi

Wer sich länger auf dem Planeten tummelt, ist auch an die Threads gewöhnt, in denen User nach Möglichkeiten fragen, sich selbst Spielzeug zu bauen.

Die Seite jungsfragen.de, die in regelmäßigen Abständen Fragen von (Überraschung!) Jungs und jungen Männern beantwortet, hat genau zu diesem Thema vor wenigen Tagen ein Video auf Youtube veröffentlicht. In diesem Video bieten sie die Bastelanleitung für die angeblich beste Taschenmuschi der Welt. Chipsdose, Schwämme und Einweghandschuhe sind die Grundlage und werden direkt  unter dem Video mit Preis und den anderen Bauteilen aufgelistet. Dass man 10€ für ein Gleitgel ausgeben muss, mag jeder mit ein bisschen Erfahrung im Onlineshopping belächeln. Zweifelhaft finde ich die Empfehlung von Speiseöl als billigen (aber stinkenden! 😀 ) Gleitgel-Ersatz. Der Hinweis, an solchen Dingen lieber nicht zu sparen, erübrigt sich aber vermutlich. Warum sonst bastelt man(n) sich sein Spielzeug selbst, statt ein entsprechendes Produkt, das auch wirklich dafür vorgesehen ist, zu kaufen. 😉

Wenn der Bastler sich an den Chips gestärkt hat (praktisch!), kann es auch schon losgehen. Wie genau das Basteln der angeblich besten Taschenmuschi der Welt funktioniert, zeigt Moderator Ben den Zuschauern in gewohnter Gelassenheit.  Wie sieht es aus? Haben wir hier vielleicht sogar einen Bastler, der es mal mit der Anleitung versucht hat? Wie fandet ihr das Ergebnis? 😀 Oder findet ihr die Veröffentlichung von so einem Video auf einem Channel wie jungsfragen.de eher total unpassend?

Habt ihr vielleicht eine der vielen anderen Bastelanleitungen, die man mit entsprechender Suche in den Threads von PL findet, ausprobiert?  Im April und Mai wurde auf PL zum Beispiel die „Ballon-Muschi“ diskutiert. Auch Buch, Tüte und Decke als Bastelgrundlage wurden auf PL schon empfohlen. Andere Ideen wurden im Thread „Vagina selber bauen?“ gepostet.  Hat irgendwer von euch eine dieser Anleitungen mal ausprobiert und kann uns davon berichten? 😀

 

!Achtung!: Grundsätzlich sollten Dinge, die nicht für Sex oder SB gedacht sind, natürlich nicht zweckentfremdet werden. Zu groß ist die Gefahr von Verletzungen oder womöglich peinlichen Besuchen in der Notaufnahme. 😉 Achtet auch bei solchen (scheinbar) ungefährlichen Experimenten bitte immer auf eure Gesundheit und greift im Zweifelsfall lieber auf die Produkte aus den bekannten Online(sex)shops zurück.