Kein Orgasmus – Realität vs. Erwartungen

Kein Orgasmus – Realität vs. Erwartungen

 

Wer Pornos schaut, bekommt schnell den Eindruck, dass Sex ohne Orgasmus nicht gut sein kann. In den einschlägigen Filmen kommen gerade die Frauen scheinbar mehrfach zum Orgasmus. Sie zeigen sich in voller Ekstase. Das diese multiplen Orgasmen jedoch nicht (je)der Realität im Liebesleben entsprechen, sollte jedem klar sein. Auch auf Planet-Liebe stellen (fast nur Frauen) regelmäßig Fragen zu ihrem Sexleben ohne Höhepunkt.

Ehrlicher Weise muss man zugeben, dass ein Orgasmus für die meisten Männer sehr viel schneller und unkomplizierter zu erreichen ist, als für so manche Frau. Ob bei der Selbstbefriedigung, beim Blow Job oder beim Sex: Männer kommen fast immer auf ihre Kosten. Bei manchen Frauen sieht das anders aus.

Nicht jede Frau kann allein durch vaginale Stimulation beim Sex zum Höhepunkt kommen. Bei manchen Frauen hilft es, wenn sie oder der Partner mit den Händen klitoral nachhelfen. Aber auch da kommen einige nicht über das „schöne Gefühl“ hinaus. Sie erreichen ihren Orgasmus nur bei der Selbstbefriedigung und manchmal vielleicht nicht einmal dabei. Bleibt die Frage, warum das so ist:

Orgasmus Erwartungen als Lustkiller

Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt beim Thema Orgasmus die Erwartung. Damit ist zum einen die Erwartung der Männer an die Frau gemeint, zum anderen die Erwartung der Frau an sich selbst. Beides kann ungemeinen inneren Druck aufbauen und damit auch zu Verspannungen führen, die einen Orgasmus beim Sex nahezu unmöglich machen. Wenn man(n) sich abmüht und denkt, Sex könne der Frau ohne Orgasmus keinen Spaß machen und keine positiven Empfindungen auslösen, erzeugt nur noch mehr Druck und noch mehr Verspannungen. Vielleicht fragt Frau sich auch, ob bei ihr alles richtig „funktioniert“. Scheinbar scheinen ja alle anderen zum Höhepunkt kommen zu können. Warum dann nicht sie? Ein Teufelskreis –  Orgasmen sind auch immer Kopfsache.

love-1216595_1920Der gute Liebhaber

Ein guter Liebhaber zeichnet sich eben nicht dadurch aus, dass der Frau zig Orgasmen beschert, was natürlich auch nicht zu verachten wäre. Er guter Liebhaber geht auf die Partnerin, ihre Bedürfnisse und Ängste ein und kann so womöglich das notwendige Vertrauen und die Entspannung herbeiführen, die schließlich auch zum Orgasmus führen. Andersherum muss keine Frau versuchen ihren Höhepunkt herbei zu beschwören, nur damit der Partner denkt, er wäre ein Held. Das ist nicht hilfreich. Es behindert nur beim „fallen lassen“. Der vorgetäuschte Höhepunkt hält vielleicht kurzzeitig das Ego des Partners aufrecht, ist auf lange Sicht aber nicht hilfreich dabei, den Sex für beide dauerhaft erfüllend zu gestalten. Offene Gespräche, Vertrauen und der Mut etwas Neues auszuprobieren, sich dem Partner mehr zu öffnen, können dagegen der Lösung näher kommen.

Ob dies nun im spontanen Selbstversuch mit einem Sex-Toy, wie dem Satisfyer, oder in kuscheliger Stimmung zu zweit passiert, hängt wie so vieles von den Partnern ab. Gerade zu Beziehungsbeginn und bei eher unerfahrenen Partnern bietet Petting als erstes Herantasten an den fremden (und in manchen Fällen womöglich auch den eigenen) Körper die perfekte Möglichkeit um herauszufinden, was einen gefällt und was nicht.  Ausprobieren, Neugier und Vertrauen können bereits hier die Basis für ein erfülltes Sexleben sein, auch wenn der Orgasmus nicht bei beiden Partnern von Anfang an dabei ist. Frei nach dem Motto „Der Weg ist nicht unbedingt das Ziel, kann aber auch sehr viel Spaß machen!“.

Die körperliche Nähe, die Intimität und die Leidenschaft können Sex auch ohne Höhepunkt zu einem sehr schönen und innigen Erlebnis machen. Vielleicht führen sie mit der Zeit und dem besseren Kennenlernen der Körper sogar noch zum Orgasmus beim Sex führen.

 

Köln: Polizeieinsatz wegen Vibrator

Köln: Polizeieinsatz wegen Vibrator

Vor wenigen Tagen wurde die Polizei in Köln zu einem Notfalleinsatz in einen Sexshop gerufen. Die aufgebrachte Anruferin stellte sich als Rentnerin heraus, die partout darauf bestand, ihre 170€ für einen Vibrator zurückerstattet zu bekommen. Leider jedoch wollte der Shopbetreiber ihr nur einen Gutschein ausstellen, aber kein Bargeld mehr herausrücken.

Das Gerät macht „einen Krach, dass man es im ganzen Haus hören konnte. So etwas kann ich doch nicht benutzen“, erklärte die verärgerte Kundin den zur Hilfe eilenden Polizeibeamten. Die amüsierten Freunde und Helfer versuchten, zu vermitteln, doch da der Dame vor dem Kauf das Gerät vorgeführt wurde, und sie keine Beanstandungen gehabt hatte, ließ sich kein wirklicher Konsens erzielen.

Ein Straftatbestand wurde nicht festgestellt, aber es steht der Kundin natürlich frei, zivilrechtliche Schritte einzuleiten…

 

Quelle: Express

 

Wie sieht das bei euch aus? Sind eure Vibratoren auch lauter, als die Polizei erlaubt? 😉

Testbericht Womanizer

Testbericht Womanizer

Es ist wohl einer der Threads des Jahres 2015 mit den meisten Klicks auf Planet-Liebe: Der Thread zum Womanizer Auflegevibrator. Heute präsentieren wir euch den ersten offiziellen Planet-Liebe Testbericht zu diesem Toy, das bei uns für soviel Gesprächsbedarf (und Begeisterung) sorgt. Eine PL-Userin hat den Womanizer für uns getestet:

Planet Liebe entdeckte ich erst mit 33 Jahren, durch Zufall, und wurde sofort süchtig. Hier kann ich meine sexuelle Neugier endlich ungehemmt ausleben, Fragen stellen und diskutieren und treffe sogar auf Gleichgesinnte. Das ist ein bereichernder und befreiender Kontrast zu meinem teilweise eher biederen und verklemmten Umfeld.

Weil ich ein offener und neugieriger Mensch bin, schreibe ich bald eigene Beiträge, lerne einzelne User über PNs näher kennen.
Zeitgleich wage ich mich ins Teamspeak. Erste Startschwierigkeiten werden von einem geduldigen User aus dem Weg geräumt und ich entdecke wieder eine neue faszinierende Welt. Die Gespräche sind offen, sexy und total lustig. Der viertelstündige Lachflash ist unvergessen. 😀

Es ist schon spät abends nur noch zu zweit im TS (war es unter der Bettdecke?) als mir ein User einen ganz speziellen Thread empfiehlt. Ich bin völlig gefesselt und verschlinge geradezu den kompletten Thread über ein neues Sexspielzeug bis in die frühen Morgenstunden.
„Ich bin in zwei Minuten gekommen, sonst brauche ich immer eine Stunde“, „Woouuww“ und „Hammer Gefühl“ sind nur drei der begeisterten Kommentare, die ich in dem Thread finde.

Die Erfahrungsberichte und Beschreibungen im Netz sind nicht weniger euphorisch: „neue Technologie, kann multiple Orgasmen auslösen“ „überwältigend“ „gigantischer Orgasmus“
Am interessantesten ist für mich dieser Satz: „Ich bin vorher noch nie gekommen, mit dem Womanizer hat es nach 2-3 Versuchen geklappt“.

Ich selber habe auch noch nie einen Orgasmus gehabt und hatte die Hoffnung eigentlich auch schon aufgegeben. SB mache ich nur alle paar Schaltjahre. Der Preis von 189€ war außerdem eine ordentliche Hemmschwelle. Aber die ganzen positiven Berichte bringen mich ins Grübeln. Und nach weiteren zehn begeisterten Statements ist es um mich geschehen: ich bestelle einen hübschen weißen Womanizer pro.

Am Tag der Anlieferung bin ich früher daheim und reiße dem Postboten das Paket nahezu aus der Hand. Das breite Grinsen kann ich mir nicht verkneifen.

Der erste Test erfolgt promt (wozu erst laden solang er noch Akku hat:whistle:) und das Gefühl ist so intensiv wie nichts, was ich vorher erlebt habe. Einen Orgasmus habe ich aber nicht. Nicht nach einer halben Stunde und auch nicht am nächsten Morgen.

Etwas frustriert mache ich einen eigenen Thread auf und probiere alle Tipps der User aus: Kopfkino, erotische Literatur, Alkohol, verschiedene Stellungen, Beckenbodentraining. Ich traue mich sogar zum ersten Mal auf eine Porno-Website.
Nichts bringt mich über die Schwelle. Aber ich lerne einiges über Orgasmen, SB und Stimulation.

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Der weiße Aufsatz und die dahinter verborgene Technik sorgen für Vergnügen

Der Womanizer mit Bedienfeld

Der Womanizer mit Bedienfeld

Zwei Wochen und etliche Tests später traue ich mich zum ersten Mal jenseits der Stufe 5. Bei 8, der höchsten Stufe, ist es total intensiv und etwas schmerzhaft, aber ich bin in ExperimentiErlaune und will schauen, was passiert. Ich kämpfe zum ersten mal nicht gegen dieses extrem intensive Gefühl an sondern lasse es zu. Die Füße beginnen zu kribbeln, die Beine zucken, mir wird heiß und kalt und der Schmerz wird zu einer intensiven Hitze tief im Bauch. Das wird so intensiv dass sich die Spannung in meinem ersten kleinen Mini-Orgasmus entlädt. Ich bin soooo glücklich.

Seither sind 6 Wochen vergangen. SB alle Schaltjahre? Eher täglich. 😎 Mehrere Orgasmen hintereinander? Jup. 😀 Heute schon? Allerdings.
In 2 Minuten schaffe ich es noch nicht, eher in 20, aber da hilft nur eins: üben, üben, üben.

FAZIT: Der Womanizer ist für Frauen, die vorher Probleme mit Orgasmen hatte, keine Soforthilfe. Aber mit ein wenig Ausdauer und Übung kann es bisher ungeahnte Glücksgefühle bescheren. Wer grad etwas Geld übrig hat, der kann ich es nur empfehlen. 🙂

Sexspielzeug mit Promi-Stempel

Sexspielzeug mit Promi-Stempel

Ein Urgestein der Metal-Szene brachte bereits im September in Zusammenarbeit mit dem Sex-Spielzeug-Hersteller Lovehoney eine Reihe von Vibratoren heraus. Optisch erinnern die Vibratoren an die Alben „Overkill“ (1979) und „Ace of Spades“ (1980). Wer schon immer mal einen Torpedo im Bett haben wollte, kann dies jetzt mit der Official Pleasure Collection tun. Kostenpunkt: 19,99-39,99€.

Sänger Lemmy meint, die Vibratoren würden genau die Power und den Spaß liefern, den Fans von der „lautesten Band der Welt“ erwarten würden. Man könnte meinen, er weiß wovon er spricht: Die Maxim wählte ihn auf Platz 8 der lebenden Sexlegenden.
Lovehoney, einer der größten Online-Erotikhandel Großbritanniens, wollte mit der Collection ein „cool aussehendes Spielzeug“ designen und damit „einen einzigartigen Kontrast zu den pinken und lilafarbenen Spielzeugen, die momentan den Markt dominieren“ schaffen.
Das ist ihnen durchaus gelungen!
Wie die Collection bei den Fans ankommt, ist bisher nicht bekannt.

Ganz neu ist die Verbindung von Musik und Sex-Toys nicht: Bereits 2009 hatte Rammstein die Deluxe des Albums „Liebe ist für alle da“ in einem Koffer mit sechs Dildos, Handschellen und Gleitgel ausgeliefert.

Unfreiwillig wurde eine ganz andere „Musikgröße“ mit dem Thema konfrontiert:
Nachdem Paparazzi im Oktober den Penis von Justin Bieber abgelichtet haben, als dieser im Urlaub nackt auf den Balkon trat gab es Spekulationen bezüglich eines Millionendeals mit einem Sex-Toy Herrsteller. Die Firma „Clone-A-Willy“, die damit wirbt vibrierende Repliken männlicher Geschlechtsorgane herzustellen, habe Justin Bieber eine Millionen Dollar geboten, wenn er sein bestes Stück in ein Spielzeug verwandeln lässt. In einem Schreiben an Biebers Agenten soll die Firma eine Zusammenarbeit angepriesen und auf die „enorme Statur“ Biebers verwiesen. Diese würde sicherlich auch beim Promoten des neuen Albums helfen. Das Management war wenig begeistert.

Dazu passend gibt es übrigens eine Diskussion im Forum. 😉

Titelbild: Copyright Lovehoney

Quellen und Links zum Weiterlesen:
lovehoney: Pressemitteilungen
n
tv: Justin Biebers Penis könnte Sex-Toy werden
M
usikexpress: Dildosammlung zum neuen Album

No funds, no porn

Die Pornoindustrie steckt seit Jahren im Dilemma: Die Menschen schauen immer mehr und mehr Pornografie, aber die Umsätze gehen immer weiter zurück. 70% aller männlichen Amerikaner, und 30% der Frauen, schauen Pornos, aber die meisten nutzen kostenlose Streamingplattformen.

„Wozu wollt ihr euch verdammt noch mal einen runterholen, wenn wir keine Filme mehr drehen?“ wurde ein Pornodarsteller zitiert. Die implizite Drohung ist: Wenn die Konsumenten nicht bereit sind zu zahlen, wird die Selbstbefriedigung in Zukunft wieder pornofrei ablaufen müssen. Aber die Pornoindustrie sitzt am kürzeren Hebel: Egal ob hetero, homo oder bi, ob Asiatisch, Hardcore, Fetisch oder Blümchensex – es gibt im Internet bereits jetzt mehr als genug Material um ein ganzes Menschenleben mit Porno zu füllen.

Verklagen der Gratis-Konkurrenz wurde bereits versucht – ohne Erfolg. Will die Branche überleben, muss sie selbst aktiv und innovativ werden. Bereits in der Vergangenheit war die Pornobranche Triebfeder diverser Entwicklungen (Online-Payment, Webcams, Streaming). Ein paar Ideen sind bereits in Arbeit:

  • Wenn die Kunden nicht zahlen wollen, tun es vielleicht die Hersteller von Lovetoys und Kondomen – wenn nur sichergestellt wird, dass deren Produkte gut sichtbar im Streifen auftauchen.
  • Andere Seiten versuchen einen Markt für den Tausch von Amateurfilmen zu etablieren – mit weniger Hochglanz und Professionalität, aber dafür auch unbelastet von sexistischen Altlasten sowie gespielten, gekünstelten Szenen.
  • Als Hoffnungsträger gilt auch die 3D-Brille, die Pornos im wahrsten Sinne des Wortes in neue Dimensionen heben würden. Wobei auch das natürlich nur Zeit erkaufen würde, bis auch dieses Marktsegment von kostenlosem Material geflutet wäre.

Wohin auch immer der Zug geht, klar ist: Die Branche muss sich bewegen, denn wer stillsteht, der wird von der Entwicklung abgehängt.

Quelle: http://www.br.de/puls/themen/netz/porno-krise-internet-100.html [07.10.2015]

Was haltet ihr davon? Wäret ihr bereit, für Pornos was zu bezahlen, wenn euch dafür auch etwas geboten würde? Könntet ihr euch vorstellen, euch gezieltes Product Placement vorsetzen zu lassen? Wäre es schlimm für euch, wenn irgendwann keine neuen Pornos produziert würden? Oder sind professionelle Pornos ohnehin etwas, was die Welt in euren Augen nicht braucht?